Pituophis melanoleucus sayi

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Pituophis melanoleucus sayi (hier ein junges Weibchen zu sehen), die echte Bullennatter, ist eine sehr kräftige Schlange.
Von der Grundfärbung her hat sie eine gelbe, braune bis teilweise orange Farbe mit 41 -66 braune Sattelflecken. Die Bauchseite ist gelblich mit schwarzen Flecken. An den Kopfseiten findet man je einen schwarzen Streifen, der sich vom Auge an bis zum Mundwinkel zieht. Die Schuppen sind gekielt. Das Schnauzenschild ist höher als breit.
Die Bullennatter ist größtenteils tagaktiv. Manchmal erklimmt sie auf der Suche nach Beute Bäume und Sträucher, aber ansonsten ist sie bodenbewohnend.
In der Natur wird sie oft mit einer Klapperschlange verwechselt, da sie das lebensechte Verhalten einer Klapperschlange imitiert. Sie können mit der Schwanzspitze vibrieren, das dem Rasseln einer Klapperschlange täuschend ähnelt. Sollte das nicht als Warnung reichen, kann sie beeindruckend laut, mit dem eigens vorhandenen Organ (Epiglotte) zischen.
Mit ihrem enormen Appetit vertilgt sie großen Mengen an Nagetiere. In der nördlichen Natur überwintern Bullennattern bis zu 5 Monaten, in anderen Gebieten fallen die Ruhezeiten kürzer aus. Ihr Verbreitungsgebiet ist der gesamte mittlere Teil Nordamerikas. Auch im Süden Kanadas kommmen sie in den Bundesstaaten Alberta und Saskatchewan vor. Sie bewonht vielfältige Habitate von Wüste, Halbwüste, Farmland, Flußtäler, Kupferwälder bis zu Berglandschaften. Oft bewohnt sie Bauten von verlassenen oder erbeuteten Nagern, ansonsten findet man sie auch unter Steinen und Holz.
Nach der Winterruhe kommt es zur Paarung, danach legt das Weibchen an einen geeigneten Ort 5-22 Eier ab. Nach dem Schlupf haben die kleinen Bullennattern eine Körperlänge zwischen 30-50 cm. Die Färbung entspricht bereits die der Elterntiere.
Bullenattern werden nicht in allen Fällen zahm, aber Nachzuchten gewöhnen sich meist schnell an den Menschen. Sie können bis maximal 2,70 m werden, wobei 2,10 m selten überschritten werden. Da erwachsene Bullennattern aber immer mal wieder die 2-Metermarke erreichen, brauchen sie ein geräumiges Terrarium mit stabilen Verstecken und Kletterästen, wobei sich das Kletterbedürfnis bei adulten Tieren in Grenzen hält. Auch wenn ein Badebecken selten genutzt wird, sollte man es dem Tier gönnen. Die Vorzugstemperatur liegt bei ca. 25-30 °C.
Was das Futter angeht, sind Bullennattern nicht wählerisch.
Das Behältnis sollte immer der Größe der Bullennatter angepasst werden. Ein Pärchen Bullennattern sind einem Terrarium mit den Maßen 180/60/60 gut untergebracht, es sei denn, man hat ein XXL-Tier erwischt, dann muß man dem entsprechend die Göße des Habitates anpassen. Punktuell sollte ein Sonnenspot vorhanden sein und es sollte dem Tier kühlere Verstecke ermöglicht werden.
Es genügt 2 x die Woche ausreichend zu sprühen, um die Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Eine Nachtabsenkung der Temperatur um 22°C ist optimal.
Für Rackhaltung gibt es sehr viele Für und Wieder. Für Nachzuchten und juvenile Tiere finden wir persönlich eine Rackhaltung für eine sinnvolle gute Lösung. Für adulte Tiere empfehlen wir eher die Terrariumhaltung.
Bullennattern sind einfach zu haltene Tiere und werden oft als "Anfängerschlange" angeboten. Anfängerschlange heißt aber nicht, das Tier zu erwerben, ins Terrarium stecken und die Welt ist gut, sondern es bedeutet, das diese Schlange dem Anfänger nicht vor unlösbare Probleme stellt, sondern sie sind relativ einfach zu halten.
Naürlich muß man sich vor dem Kauf eines solchen Tieres, wie bei jedem anderem Tier auch, gründlich informieren und vorbereiten. Jungtiere können bei guter Pflege und normaler Fütterung innerhalb eines Jahres auf eine Körperlänge von 120-140 heranwachsen. Die Geschechtsreife erreichen die tiere nach 2-3 Jahren, hängt aber vom Futterangebot und der Tiereigenschaft ab. Sie können ein Alter von ca. 15-20 Jahren erreichen.
Wildfänge sollte man auf jeden Fall meiden, da sie oft im Magem/Darmbereich Parasiten haben.

Mittlerweile gibt es im Handel oder bei Züchtern sehr viele unterschiedliche Farbvariaanten.
Beschrieben wurde diese Art im Jahre 1837 von Schlegel.